Dr. Tuning - Hightech aus Kautschuk
Als 1736 der erste Kautschuk nach Europa kam, ahnte niemand, welche umwälzenden technischen Möglichkeiten sich mit diesem Werkstoff aus dem Milchsaft des gleichnamigen Baumes eröffnen würden. Es dauerte dann ja auch bis 1839, als Charles Goodyear ein Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk für Mäntel, Umhänge und Schuhe entdeckte, und bis 1845, als der Engländer Thomson luftgefüllte Gummireifen zum Patent anmeldete. Nun ging es voran, doch bis hin zum heutigen Stand der Reifentechnik war es ein langer Weg. Spätestens zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Reifen ein Hightech-Produkt, das aus der automobilen Welt nicht mehr wegzudenken ist.
Um aus dem Milchsaft einen Markenreifen herstellen zu können, ist ein enormer technischer Aufwand nötig: Computersimulationsprogramme, mit denen die Reifenentwickler das Verhalten von Kleinwagen bis hin zu hochkarätigen Sportwagen simulieren können, gehören zu den Standards der Reifenindustrie.
Ob Rundkurs, ABS-Bremsung, Fahrbahnwechsel, Slalomkurs oder Schnee - nahezu jede Bedingung kann bis ins kleinste Detail simuliert werden.
Seit Beginn des Tunings in den 70er-Jahren, mit Käfer, Capri & Co., gab es verschiedene Möglichkeiten, das Fahrverhalten und die Optik zu beeinflussen. Breitreifen in Kombination mit Alufelgen waren eine der ersten Tuningmaßnahmen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Mit wenigen Handgriffen können das Erscheinungsbild und die Qualität des Fahrverhaltens positiv geändert werden.
Was sind nun die Vorteile breiter Reifen? Ein verbessertes Bremsverhalten, mehr Haftung in Kurven, leise Abrollgeräusche und höhere Aquaplaningsicherheit gehören dazu. Von der Optik ganz zu schweigen.
Denn wenn sich die neu gekauften, glänzenden Alufelgen harmonisch in die Karosserieform einfügen und die Linienführung des Wagens hervorheben und betonen, gerät man zu Recht ins Schwärmen.
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